Ardian Binaj versteht Farbe. Er malt mit Farben auf dieselbe Weise, wie ein göttliches Geschöpf Welten erschafft, mit absolutem Gefühl welches das kognitive Urteil überschreitet.

Um Ardian Binajs Arbeit im weitesten Sinne auf einem politischen, philosophischen und persönlichen Level zu kategorisieren, entwickelt seine Arbeit einen Hauch von „Surrealismus in einer Post-Post-Kolonialen Welt auf einer Post-Post-Modernen Platform“.

Es wäre naiv, einen zeitgenössischen und freigeistigen Künstler wie Ardian Binaj an traditionellen Parametern zu messen. Er lädt den Betrachter ein, ohne Vorbehalte bezüglich Style, Technik und vorgefassten Vorstellungen von Kunst seine Werke als visuelles Nachsinnen eines erfahrenen Mannes zu erleben, der spielerisch darin besteht dem Betrachter seine Erfahrungen als Mensch in dieser Welt in Farbe auf Leinwand näherzubringen. Die Komplexität seiner visuellen Poesie, stark und silbisch, sollten wie vom Künstler intendiert betrachtet werden – aus allen Richtungen.

In 90-Grad-Schritten beginnt der Betrachter die verschiedenen Ebenen, sowie die volle Tiefe der Töne und die Qualität des Klangs der Werke zu erfahren.

H2O
2013, Oil on Canvas
100 x 100 cm
AB 1302

Die Herausforderung bei Fine Art ist es immer, die einzelnen Silben zu erfassen und den jeweiligen Geschmack der einzelnen Worte und deren tiefere Bedeutung zu erfahren. Es gibt klare thematische Schwerpunkte im großen Oevre, welches Ardian Binaj in den vergangenen elf Jahren geschaffen hat: Die Welt der Natur, Beziehungen, Erfahrungen und Arithmetik. In diesem Themengebieten findet der Betrachter einen Künstler mit kräftiger visueller Stimme, erfahren und ausdrucksstark.

Diese thematischen Schwerpunkte sind verwoben mit robusten und authentischen Qualitäten:

  1. Der Wandel des Detailgrades von Micro zu Macro (The Artist Galaxy, 2018, AB1812; Musical DNA, 2018, AB1809; H2O Crystal, 2014, AB1401)
  2. Der tiefe Umgang mit Zeit (Eternal, 2018, AB1720; Ocean Rhythm, 2018, AB1414)
  3. Das wilde und abwechslungsreiche Bekenntnis zu Farbe und deren Applikation auf das Nichts auf eine Weise, die das rein visuelle übersteigt (Bouquet, 2016, AB1602; Telepathic Signal, 2017, AB1702; Le perfume I, 2013, AB1326)

Die finalen Werke präsentieren sich als Antwort auf die existentiellen philosophischen Fragen, die im Herzen eines jeden schlagen und gehen zugleich verspielt und demütig auf die immanent präsente Frage „aber warum?“ eines jungen Kindes, vielleicht des eigenen inneren Kindes, ein.

Auf seiner Höhe erschafft Binaj „das Weil“.